Kategorie-Archiv: Canyoning

Canyoning in Friaul im Mai 2016

Zwei lange Jahre hat es gedauert, aber meine Vision von 2014 wurde dann doch noch wahr. Canyoning in Friaul!

Letzten Sommer sprachen wir einen passenden Termin ab, und Keiner ließ lange auf sich warten. Flüge wurden gebucht, Ernst fand schnell die passende Unterkunft und dann hieß es wieder einmal Monate und Wochen zählen.

Diesmal waren wir dann 8 unerschrockene Canyonauten, die sich auf den Weg nach Friaul machten. Wenn „Mann“ und „Frau“ den ganzen Winter nicht unterwegs war und Entzugserscheinungen hat, kommt es schon mal vor, dass auf dem Weg nach Italien in Kärnten angehalten wird.

Eine kleine Vortour, zum warmlaufen sollte es sein! Naja, die Vorderberger Klamm war mit ihrem Wasserstand eher eine Herausforderung, als eine Vortour, aber Max, Basti und ich wollten es ja nicht anders. Spülen! Schleudern! Trocknen! Schön war es!

In Friaul angekommen ging es dann auch gleich mit der Planung der Touren los. Bei dem reichhaltigen Angebot an Schluchten, war es schwer zu entscheiden.

Welche Abenteuerspielplätze sollten wir nur wählen. Favarinis, Pissanda mit viel totem Tier, Lavarie die Seilfresserschlucht und Simon gingen gut von der Hand. Dann stand ein „Pausentag“ im Klettergarten an, bei dem es mehr ums Chillen ging, als ums Klettern.

Da eine kurze Schlucht nach einem Pausentag nicht reichte, mussten es dann gleich zwei an einem Tag sein. Agaviva und Gasparini ließen sich aber auch gut kombinieren.

An Tag 8 dann ein besonderes Schmankerl! Hätte ich doch bloß nicht ausgesucht! Max, Ernst und ich im Brezzi. Der Zustieg verlangte Ernst und mir alles ab. Steil,steil, steil….Heiß, heiß, heiß….. Zwischendurch wünschte ich mich zu dem Rest der Gruppe, die einen entspannten Pausentag machte. Die Not war aber schnell vorüber, als wir im kühlen Bach standen und die hart erarbeiteten Höhenmeter auf dem Weg runter genießen durften.

Am letzten Tag ging es dann in den Brussine. Immer wieder schön die Schlucht vor allem der Schlußabseiler und die Fellaquerung, die diesmal unkompliziert war.

Alles in Allem hatten wir eine sehr entspannte und lustige Zeit in Friaul. Die Tage vergingen wie im Flug. Mit vielen schönen Bildern im Kopf und einem breiten Grinsen im Gesicht freue ich mich auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer in……………………

Steffi

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Anbei ein kurzer Überblick über die begangenen Touren mit Foto (von Max).

Vorderbergklamm:

Der Bach ist für erfahrene Canyonauten auch im Frühling empfehlenswert, wir hatten (wie auf den Bildern ersichtlich) etwas mehr Wasser aber keinen Probleme. Würde den Bach jederzeit wieder gehen, das nächste Mal allerdings orografisch rechts aufsteigen (und nicht links) und eventuell nicht als erste Tour in der Saison bei diesem Wasserstand 😉

Torrente Favarinis:

Immer wieder nett. Beim Zustieg gäbe es eine Varianten bei dem ersten verfallenen Haus schon den Abhang hinunter zu queren und dadurch etwa 30min Bachgelatsche zu sparen. Becken teilweise mehr Schotter als beim letzten Mal, nicht alle Sprünge möglich.

Torrente Pissanda:

Nachdem schwere Gewitter angesagt waren der richtige Bach für so eine Situation. Sprung zum Start, mehrere Rutschen, viele Abseiler und viel Getier. Unter anderem liegt aktuell ein Steinbock mit etwa 40cm Hornlänge in der Schlucht, imposant.

Rio Lavarie:

Der mittlere Zufluss des Rio Laverie hat im oberen Teil einen 20m und zwei 50m Abseiler. Beide 50m Abseiler sind sehr brüchig und haben frische scharfe Kanten, passt auf eure Seile auf! Im unteren Teil alles wunderbar wie gehabt.

Rio Simon:

Vom Simon wurden wir noch nie enttäuscht, auch diesmal Canyoning vom Feinsten. Becken sind teilweise etwas zugekiest.

Rio Agaviva:

Als Vortour zum Rio Carlo Gasparini ok, abwechselnd eng/offen/eng/offen. Rückweg benötigt ca. 20min Bachgelatsche.

Rio Carlo Gasparini:

Ideal kombinierbar mit Rio Agaviva da man direkt vom Ausstieg des einen in 10min zum Einstieg des anderen kommt. Wer ein zweites Auto am Parkplatz zwischen den beiden stehen hat kann sogar noch gemütlich Mittagsbrotzeit machen. Tour ähnlich wie Rio Agaviva, jedoch etwas sauberer, besser eingebohrt und länger. Am Ende seilt man in die Arzinoklamm und lässt sich dort etwa 200m treiben, bei unserer Begehung war das Wasser richtig schön und warm, ein wunderbares Erlebnis.

Rio Brezzi:

Zustiegsweg ist oben mit Taschentüchern markiert und führt bis auf 800m zur Hütte. Der Weg muss bereits vorher auf etwa 730m nach rechts durch das Gemüse in die Schlucht verlassen werden. Davor und danach befinden sich Abbrüche. Tour ist eine reine Abseilschlucht und eher für Schlechtwetter/Hochwasser geeignet. Hakensituation teilweise spärlich. Tour hat nach dem Wanderweg viele Abkletterpassagen und nur mehr 4 Abseiler, eventuell direkt den Wanderweg nehmen. Tourdauer von 2h wie in Cwiki angegeben nicht realistisch, eher 3-3,5h.

Rio Brussine:

Immer wieder schön. Eventuell beim Zustieg bereits etwas früher in den Bach queren um Bachgelatsche zu sparen. Die Fella Querung war diesmal ohne Seil möglich.

Canyoning in Neuseeland

Ich bin leider in Neuseeland canyoningtechnisch nicht so intensiv herum gekommen wie das geplant war, eventuell sollte ich mal mit einer kleinen Gruppe einen Canyoningtrip nach Neusseland andenken. Die Canyons die ich begangen habe sind alle in der Gegend rund um Wanaka und Queenstown. Im Vergleich zu den Canyons welche ich bis jetzt begangen habe war in Neuseeland das Wasser doch deutlich frischer, der Zustieg oft mit viel Busch verbunden und der Canyon selbst oftmals falsch oder kaum eingebohrt. Das mit der Kombination das du im Nirgendwo bist, ohne GPS und PLB quasi aufgeschmissen macht das dann doch zu einem Abenteuer.

Canyoning ist in Neuseeland noch sehr jung, mit NZOIA ein Canyoningzertifikat vorhanden und auch ein erstes Canyoningfestival gab es bereits. Viele der Personen die ich in den Canyons getroffen habe verwenden Caving und oder Kajak Equipment. So gab es zum Beispiel bei einem Trip das Problem mit dem Hängenbleiben am Ast mit der Schwimmweste im Weißwasser ohne Kappgerät. Ist zum Glück glimpflich ausgegangen aber Kappgerät ist Pflicht und Schwimmweste hat im Canyon nichts verloren (bis auf Spezialfälle auf die ich gerne in einer persönlichen Diskussion eingehe). Eine Übersicht welche Canyons des öfteren begangen werden findet man hier http://www.kiwicanyons.org/legend/ und es gibt weiters auch bereits einen ersten Canyoningführer, siehe hier http://www.kiwicanyons.org/guide-book/. Viele potentielle Canyons sind noch unbegangen, teilweise befinden sich die Canyons auf Privatgrund und eine Genehmigung muss vorher eingeholt werden. Nicht zu vergessen, einige der Canyons sind DIDYMO infiziert( http://www.kiwicanyons.org/didymo/), das bedeutet nach jedem Trip muss das Material gesäubert, für eine bestimmte Zeit in einer Lösung eingelegt werden (hängt von der Lösung ab) und danach getrocknet werden.

Hier nun ein kurzer Kommentar zu Canyons die ich begangen habe. Mehr Informationen dazu sind auf Kiwicanyons.org bzw. im Canyoningbuch zu finden.

Cross Creek

Ein netter, offener und einfacher Canyon, Hauptcharakter gehen und springen. Wir haben dort gemeinsam mit dem lokalen Search and Rescue Team eine SAREX Übung gemacht. Ich war zu Beginn „Verletzter“ und hatte ein gebrochenes rechtes Bein. Später haben wir dann mit der Trage gearbeitet. Für mich das erste Mal, dass ich so etwas in einem Szenario durch den Canyon in den diversesten Rollen miterlebe. Der Canyon selbst hat ein sehr gutes Verhältnis Zustieg zu Abstieg und wird auch kommerziell begangen. Es ging einige kürzere Abseiler (ich glaube 20-30m war das Maximum) und einige tolle Sprünge. Gerade im unteren Bereich geht es Schlag auf Schlag. Alles in allem eine nette Halbtagesgeschichte wenn man schon mal am Haas Pass ist (Start typischerweise von Wanaka). Aktuell habe ich dazu leider keine Bilder, ich hoffe die bekomme ich dann später noch.

Leaping Burn

Im Rahmen des Festivals haben wir den Leaping Burn Max gemacht, eine ganz nette Tour auf Privatgelände in der Nähe von Wanaka. Verhältnis von Zustieg zu Trip ist ok, wenn auch der Trip viel zu schnell schon zu Ende war. Es wechseln sich Abseiler (ich glaube bis zu 40m) mit Sprüngen ab, Hauptcharakter sind Abseiler. Zum Abschluss gibt es einen netten 12-13m Sprung in ein großes Becken. Auch hier fehlen mir aktuell die Bilder welche ggf. nachgereicht werden.

Imp Grotto

Etwas weiter weg vom Haas Pass in Richtung Westküste ist Imp Grotto. Ein sehr kurzer Trip mit Hauptcharakter Abseilen. Start mit einem netten Sprung, vielleicht 8-10m. Danach folgen einige Abseiler, Höhepunkt ist kurz vor Schluss ein 40m Abseiler im Wasser. Gegeben der Langen Anfahrt ist diese Tour nur in Kombination mit den anderen trips in der Umgebung lohnend. Hier einige Bilder.

Robinson Creek

Einer der wohl am meisten begangenen Canyons in der Gegend, eine nette Halbtagestour. Ist vom Zustieg zu Zeit im Canyon lohnend und bei mehr Wasser sicher spaßig. Es wechseln sich kleine Sprünge und Abseiler ab. Es gibt einen offenen Teil bevor es eingeschnitten wird, ein eindrucksvoller Wasserfall mit vielleicht 30m stellt den Höhepunkt dar. Liegt gleich neben Cross Creek, so eine nette Kombination der beiden. Hier einige Bilder.

Wilson Creek

Die angebliche Top Tour in der Umgebung. Der Zustieg dauert bereits über eine Stunde und ist mit Orientierungsproblemen und einem steileren Abstieg zum Canyon verbunden. Der Trip selbst ist eindrucksvoll aber dann doch nichts wirklich besonderes (ich weis, ich weis, Tessin, Friaul und co. legen die Latte hoch). Bei unserer Begehung war der Wasserstand niedrig und wir hatten keinerlei auch nur ansatzweise Wasserprobleme. Ich hätte gerne den Julie Pool bei mehr Wasser besucht. Hauptcharakter Abklettern und gehen gefolgt von Abseilen und Springen in einer sehr eindrucksvollen Kulisse, hier einige Eindrücke.

Zig Zag Creek

Den Zig Zag am selben Tag wie den Wilson zu machen war eine nicht so gute Idee. Hautgrund dafür war der Zustieg. Zwei Stunden Buschbasching vom feinsten und ich war müde und kaum geschlafen (Dank Base Wanaka), hatte weder eine lange Hose noch ein Tshirt an, die Stimmung war wie wir dann etwas gedrückt und wie wir endlich im Canyon waren, besser. Die Tour ist eine tolle Abseilpiste im Wasser, auch bei mehr Wasser machbar und toll. Abseiler bis zu 60m teilweise flacher teilweise fast vertikal gemixt mit Gehgelände und kleineren Sprüngen. Die Absicherung ist an manchen Stellen nicht ideal. Wenn der Zustieg nicht wäre oder jemand sich die Mühe macht und das Gebüsch stutzt dann doch eine nette Tour. Verhältnis von Zustieg zu Trip nicht lohnend. Highlight ein 60m Wasserfall, hier einige Bilder.

Stewarts Creek

Mit Abstand der anspruchsvollste und beste Trip den ich bis jetzt in Neuseeland gemacht habe. Zustieg war nicht ganz so kompliziert und auch nicht so dicht wie angenommen. Nach knapp 3h erreichten wir den Bach. Zuerst konnten wir überhaupt keine Sicherungen finden und mussten Bäume, Gebüsch, Steine und uns selbst als Ankerpunkte verwenden, später dann konnten wir manchmal einen Haken finden, oft an der falschen Stelle platziert und damit beim nächsten Hochwasser potentiell weg. Zu unserem Glück war bei unserer Begehnung niedriger Wasserstand, ansonsten wäre oftmals das Erreichen potentieller Sicherungen oder abenteuerlichen Abkletterpassagen nicht ohne zusätzliche Sicherung möglich gewesen. Hauptcharakter der Tour war Abseilen, gefolgt von teilweise sehr technischen Sprüngen. Beides in grosser Menge vorhanden, mit wenig Gehgelände dazwischen. Laut Beschreibung war der größte Wasserfall 30m, wir waren aber froh unsere 2x40m + 1x60m zu haben. Sollte jemand eine potentielle Begehung planen würde ich empfehlen Bohrmaschine und mindestens 20 Haken plus Seilreste mitzubringen. Der Canyon ist im Buch nur grob beschrieben, ich habe eine weitere Beschreibung der Begehung mit mehr Informationen hier gepostet: http://www.kiwicanyons.org/stewarts-creek-v4a3iv/ Leider hat meine neue Kamera beim Wilson Trip etwas Wasser abbekommen, so habe ich von diesem Trip keine Bilder.

ACA Ausflug Tessin 2014

Eigentlich wollten wir ja Canyoning in der Nähe des Comer Sees machen aber nachdem dort viel zu viel Wasser in den Schluchten war sind wir Richtung Tessin ausgewichen. Trotz Wasserfassung war viel Wasser in den Bächen was zu „interessanten“ Begehungen führte und wir endlich wieder mal Seilbahn, geschlossenen Kreis und Treibanker anwenden konnten. Mit dabei waren Corina, Daniel, Markus, Roli, Tom und ich. Hier einige Impressionen zu den Schluchten.

Cresciano

Immer wieder genial, diesmal mit Auto hochgefahren, etwas über Normalwasserstand.

Giumaglio

Bei den beiden unteren hohen Abseilern ordentlich Wasser, ev. nächstes mal bei mehr Wasser 50m Seil für Seilbahn mitnehmen.

Pontirone

Begehung bei erhöhtem Wasserstand, Strudel und Becken kontrolliert begehbar.

Canyoning & Klettern in Salzburg

Im Juli 2014 mit Max, Marie, Dirk und Steffi

Eigentlich hatten wir uns nur zum Canyoning treffen wollen. Was daraus wurde hätte im Vorfeld niemand gedacht.

Zum Aufwärmen ging es in den Scharnbach bei Weißbach. Eine nette Schlucht mit vielen Abseilern. Ganz nach meinem Geschmack, so war auch schnell der mühselige Zustieg vergessen, der mal wieder etwas länger dauerte. Ich liebe Canyoning mit Expeditionscharakter.

Am nächsten Tag stand dann Klettern für alle im Klettergarten in Weißbach bei Lofer auf dem Programm. Auch Dirk, der anfänglich nicht sehr begeistert war, schlug sich tapfer und kämpfte sich die Wand hoch. Am Nachmittag ging es dann noch in den Fischbach im Heutal zum Canyoning. Im Regen umziehen. Igitt! Mensch war das kalt! Nach dem ersten Abseiler war alles vergessen, es hat richtig Spaß gemacht.

Da Max im Klettergarten in Weißbach die Grundlagen geschaffen hatte, hieß es auf nach Sankt Gilgen zum Plombergstein. Mehrseillänge! Hilfe! Viele Fragezeichen in den Augen lösten sich schnell auf und nach kurzer Zeit war nur noch genießen angesagt. So kletterten wir dann die Routen Taxus und Irma la Douce. Sehr einfache Routen, aber für den Einstieg genau das Richtige. Gut ausgesucht Max!

Eines steht fest. Es gibt nun für uns eine Alternative zum Klettersteig, die mir viel mehr Spaß macht. Mehrseillänge heißt das Ziel. Wir haben viel bei dir gelernt Max. Dankeschön! Mit vielen schönen Bildern im Kopf freue ich mich auf unser nächstes Treffen.

Hier auszugsweise einige Bilder zu den Touren:

Fischbach im Heutal

Eine nette kleine Tour, diesmal etwas mehr Wasser was das ganze um so interessanter macht. Das Wetter war leider brrr.

Scharnbach

In der Nähe von Schneizelreut, wieder Erwarten eine nette Tour, Zustieg am Schotterweg hinter Sägewerk beachten.

Plombergstein Taxus

Die alpine Anfängerroute schlechthin, gute Hakenabstände und gute Griffe runden das Klettererlebniss ab.

Plombergstein Irma la Douce

Eine weitere alpine Anfängerroute, auch bekannt als Sanduhrenparadies. Ideal um den Standplatzbau zu üben oder mobile Sicherungsmittel zu verwenden.

Sardinien 2014

Nach meinem Corsika Besuch hatte ich schon lange vor nach Sardinien zu reisen. Ende Juni war es dann so weit und wir haben einen Klettertrip nach Sardinien gestartet.

Zuerst war geplant in verschiedenen Gegenden der Insel zu nächtigen, nachdem allerdings sowohl die erste Unterkunft, als auch ein Großteil der angestrebten Attraktionen rund um Cala Gonone angesiedelt war sind wir dann gleich dort geblieben.

Nach einem herzhaften Frühstück ging es meist zum Klettern oder Canyoning. Felsentechnisch kann es das Klettergebiet rund um Cala Gonone locker mit Kalymnos aufnehmen. Wir haben kaum Leute in den Gebieten getroffen, dürfte wohl noch Vorsaison gewesen sein. Was man vielleicht erwähnen sollte, wenn weder Wind/Wolken/Schatten da sind kann es um diese Jahreszeit schon etwas wärmer werden.

Nach dem Klettern ging’s dann ab zum Strand, die schnelle Erreichbarkeit von verhältnissmäßig wenig besuchten Cala’s und Spiagga’s (Also Buchten und Stränden) und das türkiesblaue Wasser hat mich immer wieder aufs Neue begeistert (die Wellen zum Bodysurfen nicht zu vergessen). Hier Stellvertretend für die anderen ein Bild von Cala Luna.

Cala_Luna

Canyoningtechnisch sind im Sommer die meisten Touren auf Sardinien trocken, Hochsaison für Canyoning ist im Frühling. Nichts desto trotz sind wir einige interessante Bäche begangen. Als Führungsliteratur ist „Torrentismo in Sardegna“ von Corrado Conca ist zu empfehlen. Die Infos und Detailkarten im Führer reichen gemeinsam mit einer Straßenkarte aus um sich zu orientieren.

Codula Orbisi:

Das letzte Stück der Anfahrt hat uns einiges abverlangt. Nach dem Umkehrparkplatz geht man rechts an dem Gebäude der Hirten vorbei zum Bachbett. Kein fließendes Wasser im Bach. Dadurch der erste Gumpen nach dem 25m Abseiler sehr verdreckt. Einstieg auch danach möglich. Nach ungefähr der Hälfte kann man rechts der Schlucht in einer Grotte folgen (empfehlenswert, auch mit kleiner nicht wasserdichte Stirnlampe machbar). Mit fließendem Wasser und Jeep für die Zufahrt möglicherweise eine tolle Geschichte.

Bau Vigo:

Nur der zweite Teil der Tour ist richtig lohnend. In diesem Bach ist fließendes Wasser Großteils vorhanden. Es gibt viele Pools, teilweise Sprungmöglichkeiten und einige Abseiler. Unter anderem eine schräge 90m Abseilplatte.

Grotta Donini:

Ein Highlight und eine Mischung zwischen Höhlenbegehung und Canyoning ist diese Tour. Wasserdichte Stirnlampe und warme Neoprenkleidung/Unterzieher sind Pflicht. Wir hatten zu Begin Schwierigkeiten uns (trotz Info von Locals, Topo, Höhlenkarte) zu orientieren. Nach dem ersten Abseiler muss man (nicht die der Pfeil anzeigt nach links sondern nach rechts ums Eck, dann sieht man gleich den zweiten Abseiler. Auch beim zweiten Abseiler gibt es mehrere Möglichkeiten wie man weiter gehen kann, auch hier aufpassen bzw. immer in Ruhe die Möglichkeiten prüfen und abwägen. Grundsätzlich kann man sich danach richten wenn man (außer beim Abseilen) den Rucksack runter geben muss weil es so eng wird dann ist man sicher falsch. Nach dem ersten Abseiler wo man unten um Wasser steht muss man nach links gehen. Rückblickend betrachtet ein außergewöhnliches Erlebnis welches ich jedem Canyonauten der nach Sardinien kommt ans Herz legen möchte. Stirnlampen kann man sich z.B. hier ausborgen.

Riu Pitrisconi:

Dieser Fluss hat im Sommer das meiste Wasser in Sardinien. Erinnert vom Charakter her an die Schluchten auf Corsika. Sprünge und Abseiler wechseln sich ab. Vorsicht, obwohl das Wasser manchmal sehr dunkel und tief aussieht ist es das nicht. Besser vorher tauchen oder von wenigen Metern Probespringen bevor man sich an den hohen Sprünge versucht. Die Anfahrt ist nur über die rechte Straße ins Tal zu möglich. Gegen Ende der Tour (es fehlen noch 2 Stellen) führt einmal rechts ein deutlicher Pfad hoch, dieser ist einfacher gegenüber der Kraxelei zwei Stellen später. Rückweg vom Ausstiegsparkplatz nur mit Jeep oder zu Fuß machbar.